GRÜN(T)RAUM - Permakultur in HEIMFELD

Der Stadtteil- und Mitmach-Garten GRÜN(T)RAUM Heimfeld wächst und gedeiht rund um die St. Pauluskirche der Ev.-Luth. Gemeinde Harburg-Mitte und das Friedrich-Ebert-Gymnasium.

 

Wo einst der Rasen kurzgehalten werden musste, Müll in den Sträuchern hing und Hecken geschnitten wurden, wachsen nun Blumen, Gemüsepflanzen und Kräuter. Seit Juni 2020 entsteht hier ein blühender Begegnungs-, Erlebnis- und Lernort 
– ein Stück „essbare Stadt“ nach dem Vorbild der Permakultur.

MÖCHTEST DU MITMACHEN? - Herzlich willkommen!

WANN? Offener Gartentreff jeden Mittwoch ab 14 Uhr (bis ca. 18 Uhr)

 

WO? Wir gärtnern nur rund 100 m von der S-Bahn Station Heimfeld entfernt. Zu finden sind wir entweder im „Kirchengarten“, direkt neben der St. Paulus-Kirche, oder aber im „Geheimen Garten“ auf dem Schulgelände. Hier befindet sich der Zugang direkt neben der Haustür der Musikakademie, Petersweg 2 – einfach durchs blaue Gartentor eintreten und dem Weg folgen.

 

KONTAKT?  gruentraum_heimfeld(at)posteo.de

 

Diese Webseite befindet sich derzeit in Überarbeitung.
Weiterführende Infos zum GRÜN(T)RAUM-Projekt inklusive aktueller Aktionen gibt es auf INSTAGRAM und bei der Projektleitung Almut Siewert unter gruentraum_heimfeld[at]posteo.de

Über GRÜN(T)RAUM

GRÜN(T)RAUM Heimfeld ist ein lebendiges Garten-, Stadtteil-, Erlebnis- und Bildungsprojekt mitten im Zentrum von Hamburg-Harburg / Heimfeld. Wo vor 2020 nur öde Rasenflächen waren, blüht, zwitschert, summt und wimmelt es heute in einer vor Leben strotzenden Naturgarten-Oase.

Die Initiative geht zurück auf zwei im Stadtteil zentrale, benachbarte Institutionen, die bis heute den Grund und Boden sowie viele weiteren Ressourcen bereitstellen und eng mit GRÜN(T)RAUM kooperieren: das Friedrich-Ebert-Gymnasium (mit dem heutigen „Geheimen Garten“) und die ev.-luth. Kirchengemeinde Harburg-Mitte (mit dem „Kirchengarten“).

Unter Bezug auf die ebenso ganzheitlichen wie glokalen Konzepte der Permakultur hatte eine Gruppe aktiver Heimfelder*innen bereits im ersten Jahr (2020) die Spaten geschwungen und gemeinsam mit Projektleitung Almut Siewert die Vision unseres GRÜN(T)RAUMs entworfen. In den Folgejahren wurde das Gelände mehr und mehr umgestaltet zu dem naturnahen Permakultur-Ökosystem, das sich inzwischen deutlich etabliert hat. Die GRÜN(T)RÄUMER*INNEN waren und sind die guten Seelen, die den GRÜN(T)RAUM ganzjährig hegen, pflegen und mit Leben füllen. „Nebenbei“ bauen sie natürlich auch Gemüse für den eigenen Bedarf an – bei den mittwöchlichen, offenen Gartentreffen wird dies gemeinsam organisiert und mit viel Engagement, Beständigkeit und Freude umgesetzt.

Zusätzlich finden noch viele weitere Aktivitäten beim GRÜN(T)RAUM statt. Dabei werden die einzelnen Mitmacher*innen und verschiedene Gruppen möglichst partizipativ in das Stadtteilprojekt eingebunden. So ist etwa der Geheime Garten auf dem Gelände des Ebert-Gymnasiums das Ergebnis eines umfassenden (Permakultur-) Planungs-, Design- und vor allem auch praktischen Gestaltungsprozesses, der in enger Rückkopplung mit den verschiedenen Gruppen der Schulgemeinschaft stattfindet. Die Hauptphase zog sich über zwei Jahre (2021 – 2022) und wird dauerhaft fortgesetzt. Gleiches gilt für den Kirchengarten, dessen Umgestaltung in mehreren Phasen ablief – insbesondere in 2020 sowie im Verlauf der Jahre 2023 bis 2025.

Als Bildungsort liegt ein wichtiger Fokus auf der erlebnisorientierten Vermittlung von Wissen. Haupt-Zielgruppen sind derzeit insb. die Schüler*innen sowie verschiedene Gruppen, die im Rahmen der kirchlichen Kooperation zu uns kommen. Auch eine Gruppe Studierender der Universität Hamburg absolvierte im Sommersemester 2025 eine praxisorientierte Lehrveranstaltung beim GRÜN(T)RAUM. Ihr Output waren Design und Bau eines kreativen „Gartenerlebnispfades“ (der sich aktuell noch in der Nachbearbeitung befindet).

Im Gartenprojekt wie in der Permakultur denken wir in komplexen (Öko-) Systemen, in denen die einzelnen Elemente vielfach miteinander vernetzt sind. Dabei werden die verschiedenen geographischen Sphären (insb. Pedosphäre, Biosphäre, Atmosphäre, Antroposphäre) in ihrer gegenseitigen Durchdringung betrachtet und bearbeitet. Tatsächlich ist dies der rote Faden, der sich durch unsere gesamte Bildungsarbeit zieht: Transdisziplinarität bzw. Ganzheitlichkeit ist jeweils auch ein wichtiges Merkmal auch von einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie dem Globalen Lernen. Seit dem Frühjahr 2025 betreiben wir auch entwicklungspolitische Bildungsarbeit unter Bezug zu den Ländern des Südens. In diesem Rahmen beschäftigen wir uns zudem mit den Globalen Nachhaltigkeitszielen oder Global Goals in enger Kooperation mit dem Ebert-Gymnasium, das im Bereich schulischer BNE Pioniersarbeit leistet. Besonders lehrreich wird es, wenn wir die Global Goals der Permakultur gegenüberstellen – die nicht nur für eine Denk- und Designschule, sondern auch für eine weltweite, alternative Ökologie-Bewegung steht…

Zunächst auch bis Ende 2027 haben wir uns viel vorgenommen. Unter anderem arbeiten wir an einem Gartenerlebnispfad und einem „Global Trail“ – einer Ausstellung von Kunstwerken, in denen Schüler*innen entwicklungsrelevante Themen mit Farbe und Pinsel bearbeitet haben. Diese Globale Kunst stellen wir auch zu besonderen Gelegenheiten aus, wie dem Saatgutfest der Hamburger Gärten im Centro Sociale oder dem Heimfelder Stadtteilfest im Geheimen Garten, der hier als lauschiges Café fungiert.

Neuigkeiten

Es gäbe so viel zu erzählen – doch leider können wir an dieser Stelle nur die absoluten Highlights unserer Arbeit ankündigen bzw. vorstellen. Mehr Infos finden sich unter https://www.instagram.com/gruentraum_heimfeld/

Hamburger Permakultur-Picknick 
am So, 14.06.2026


@ GRÜN(T)RAUM Heimfeld

Am tag nach dem Stadtteilfest hielt das Wetter – auch, wenn das Motto des Langen Tags der Stadtnatur dieses Jahr „alles fliesst“ hieß. 

Da lag es für uns nahe, das Thema „effektive Bewässerung“ einmal mit dem gestalterischen Fokus der Permakultur („Permakultur Design“) unter die Lupe zu nehmen.

Heimfelder Stadtteilfest
am Sa, 13.06.2026

@ GRÜN(T)RAUM Heimfeld

Am Samstag feierte Heimfeld das Stadtteilfest – auch im Gartencafé in unserem schönen Geheimen Garten auf dem Gelände des Friedrich-Ebert-Gymasiums. 



Der Garten liebt Regen – und die lauschige Atmosphäre wurde noch betont durch das sanfte Prasseln der laufend durchziehenden Regenschauer auf vielen Schirmen. Doch das tat der fröhlichen Fest- Stimmung keinen Abbruch 👏

Asphaltsprenger-Festival 
am Sa, 09.05.2026

@ PARKS Gelände

Inmitten vieler liebevoll gestalteter Stände und verschiedenster Veranstaltungen waren auch wir von Hamburgs Gärten und GRÜN(T)RAUM Heimfeld vor Ort. 

Wir haben gezeigt, was Urbane Gärten und auch die Permakultur zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen beitragen können.

Hamburger Saatgutfest 
am Sa, 28.02.2026

@ Centro Sociale / Schlachthofgelände Schanzenviertel

Hamburger Saatgutfest 
am Sa, 28.02.2026
@ Centro Sociale / Schlachthofgelände Schanzenviertel

Gepflegte SAAT ist ein hohes GUT -
nach diesem Motto laden wir Euch auch in diesem Jahr wieder zum Event der Hamburger Gartenszene ein, um gemeinsam in die Anzucht- u. Gartensaison 2026 zu starten! 

Folgendes PROGRAMM erwartet Euch:
* 13:00 Uhr – 14:00 Uhr = 
spannende Kurzvorträge von Gartenaktiven

* 14:00 Uhr – 17:00 Uhr = Saatgut-Fest mit Ständen, Saatgut, Buffet & Netzwerken

 

geplante THEMEN sind:


 

* Saatgut und Pflanzenzucht (Vortrag; VEN e.V.)


* wichtige Neuigkeiten rund ums Saatgut-Recht (Vortrag; VEN e.V. & Tomatenretter e.V.)


* Abpflastern in Hamburg (Vortrag; Hamburg Abpflastern)


* Essbare Stadt Hamburg (Vortrag; Ernährungsrat Hamburg, AG Essbare Stadt) 


* Permakultur, Globales Lernen & Global Goals (Mitmach-Stand; GRÜN(T)RAUM Heimfeld)

In 2026 sind diese Mitmacher*innen dabei:


* Hamburgs Gärten – Bündnis für Urban Gardening
* Gartendeck
* Gärtnern bei Parks
* GRÜN(T)RAUM Heimfeld
* KEBAP Kulturenergiebunker Altona Projekt e.V.
* LutherGarten
* Stadtteilgarten Hamm
* Tomatenretter e.V.
* Tutenberg Institut für Umweltplanung (TIFU) e.V.
* Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) e.V.

Special Guests 2026:
* AG Essbare Stadt / Ernährungsrat Hamburg
* Hamburg Abpflastern

Wandel ! *** We need Change!

Permakultur

Bezeichnet u.a. eine Denkschule für nachhaltige Gestaltungsmethoden.

Gärtnerisch wie im Sozioökonomischen geht es darum, ein möglichst stabiles („permanentes“) naturnahes System zu unterstützen.

 

Permakultur umfasst dabei, ökologische Vorgaben (earth care), aber auch die sozialen Aspekte unseres Lebens (people care) und die gerechte Verteilung von Ressourcen (fair share). 

Das ursprüngliche Konzept der Permakultur wurde in den 1970er Jahren in Australien von Bill Mollison und David Holmgren entwickelt. Mollison erhielt 1981 dafür den Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Mollison und Holmgren entwarfen positive, ethisch begründete Alternativen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Schnell wurde klar, dass es für einen zukunftsfähigen Ansatz mehr braucht, als eine lebenserhaltende Landwirtschaft. So wurde das Konzept weitergedacht, hin zu „permanent culture“ – eine bezogene Gestaltungspraxis, die Lösungen, Werkzeuge und Methoden aus verschiedenen Bereichen  zusammenträgt und den ganzheitlichen Wandel der Gesellschaften hin zu sogenannter „Enkeltauglichkeit“ voranbringt.


Aufbauend auf den ethischen Grundlagen hat Holmgren ein Set von 12 Prinzipien entwickelt, die zusammenfassen, was widerstandsfähige und nachhaltige Systeme ausmacht (Buch „Permakultur – Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige Lebensweisen“ von Holmgren). 
Vgl. z.B. Permakultur Institut e.V., „Herkunft“: https://permakultur.de/was-ist-permakultur/, Stand 01/2020.

Urban Gardening

Urbane Gärten im Sinne der Urban als gemeinschaftlich und meist zivilgesellschaftlich bewirtschaftete / gepflegte Gärten jeglicher Art, die sich im städtischen Raum befinden.

Hier machen Besucher*innen oft die Erfahrung, dass Community-Gärten Gunsträume sind, deren Existenz vielfache, positive Auswirkungen auf den Naturhaushalt sowie auf Pflanze, Tier und Mensch hat. Dies er-leben auch wir GRÜN(T)RÄUMER*INNEN Tag für Tag.

 

Für weiterführende Informationen empfehlen wir das Hamburger Bündnis für Urban Gardening = Hamburgs Gärten sowie die deutschlandweit agierende anstiftung.

Globale Nachhaltigkeitsziele/Global Goals

Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ist ein globaler Plan zur Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten (Vereinte Nationen, 2026).

 

Zugleich gibt es auch erhebliche Kritik insb. an den Umsetzungs-Empfehlungen zu verschiedenen, wichtigen Punkten (vgl. Biermann et al., 2022). Wobei man unterscheiden muss zwischen den allgemein wünschenswerten Zielen an sich und normativen Vorgaben, mit welchen Mitteln die Ziele erreicht werden sollen.

 

Wir schauen auf die Ziele durch die Brillen zivilgesellschaftlicher Gemeinschaftsgärtner* innen, der Permakultur und des Globalen Lernens.

 

Alle diesen Ansätze eint eine zugleich global-lokale wie ganzheitliche Betrachtungsweise. Auch gehen diese Ansätze vom gleichberechtigten Wohlergehen aller Menschen aus. Diese Haltungen wollen wir durch unsere Bildungsarbeit einbringen. Die untere Grafik der SDGs soll dies betonen. Sie stellt die einzelnen Ziele in einem vielfältig miteinander verflochtenen, globalen System dar. Im Mittelpunkt steht dabei das Zeil No. 3 „Gesundheit und Wohlergehen“.

Weg zum Ziel – mit Permakultur und Urban Gardening

Wie dargestellt unter „Wandel!“ liegen nicht nur die Probleme, sondern auch die 17 Ziele offen auf dem Tisch. Ebenso existieren bereits sehr wirksame Ansätze, um den dringend benötigten Wandel anzugehen – wir müssten sie nur großflächig anwenden.

Auf diesem Weg machen wir einen ersten Schritt und hoffen so, viele kleine Impulse zu setzen, indem wir jeweils ein Globales Nachhaltigkeitsziel mit einer Lösung aus der Permakultur zusammen bringen. Zudem zeigen wir auf, wie die Zielerreichung in vielen zivilgesellschaftlich organisierten Urbanen Gärten bereits gelebt wird – und zwar mit Leichtigkeit.

Global Trail

Gemeinsam mit Schüler*innen des Ebert-Gymnasiums gestalten wir den „Global Trail“ – eine öffentliche Kunstausstellung nach Vorbild der globalgoals.hamburg In 2027 soll es fertig sein.

Auf diesem Weg machen wir einen ersten Schritt und hoffen so, viele kleine Impulse zu setzen, indem wir jeweils ein Globales Nachhaltigkeitsziel mit einer Lösung aus der Permakultur zusammen bringen. Zudem zeigen wir auf, wie die Zielerreichung in vielen zivilgesellschaftlich organisierten Urbanen Gärten bereits gelebt wird – und zwar mit Leichtigkeit.

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Gartenerlebnis

Bereits im Sommer 2025 gestalteten wir den Gartenerlebnis-Pfad gemeinsam mit Studierenden der UHH. Da wie so oft aber noch „viel mehr“ daran hängt, wird seine Eröffnung im Sommer 2027 erwartet.

Station 1

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